MÜNCHEN-BERLIN-MÜNCHEN –
DER FILMKRITIKER MICHAEL ALTHEN

MUNICH-BERLIN-MUNICH – THE FILMCRITIC MICHAEL ALTHEN

Deutschland 1991, 12 Min


Cast: Michael Althen


Regie, Buch, Produzent: Romuald Karmakar
Kamera: Bernd Neubauer, Martin Maria Leckert
Schnitt: Igor Patalas
Redaktion: Helmut Merker (WDR)
Produktionsfirma: EXOCET FILM, Karmakar
Im Auftrag von Westdeutscher Rundfunk (WDR)
Format: Beta, 1:1,33
Bild/Ton: Farbe, Mono

Uraufführung (DE/TV): 28.02.1991


SYNOPSIS

Ein Gesprächsfilm in der Manier von "Hellman Rider" - Konversation während der Autofahrt mit einem Mann auf der Rückbank -, dabei Dokument eines bestimmten cinephilen Moments. Filmkritiker Michael Althen wird von der Süddeutschen Zeitung zur Berichterstattung auf die Berlinale geschickt. Karmakar stellt ihm auf der Fahrt zum Flughafen Fragen wie "Wofür sind Festivals da?", Althen erklärt seinem Gesprächspartner lustigerweise noch, dass er von "Interviews mit Regisseuren immer enttäuscht wird", und schon ist es Zeit für ein erhabenes Zwischenspiel: Flugzeug hebt ab, Bär dreht sich zehn Sekunden, Flugzeug landet.

Auf der Rückfahrt fragt Karmakar dann gleich gewohnt genial direkt: "Bei wie vielen Filmen bist du nicht eingeschlafen?" Althen kontert mit einem Thome-Zitat ("in einem Film schlafen, heißt, dass man ihm vertraut"), preist die für ihn eindeutig überlegenen US-Wettbewerbsbeiträge ("Dances with Wolves", "Mister Johnson", "The Russia House" und "The Silence of the Lambs") eines Festivals, das angeblich ein Erfolg für Europas Kino war – und zieht zuletzt ironisch Bilanz: "Festivals sind ja nur dazu da, dass Journalisten ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen können: dem Maulen."

– Christoph Huber, in: "Romuald Karmakar". FilmmuseumSynemaPublikationen 13, Hg. von Olaf Möller und Michael Omasta, Wien 2010, S. 213


ZUM FILM

"MÜNCHEN-BERLIN-MÜNCHEN – Der Filmkritiker Michael Althen" wurde als Beitrag für ein Programm des WDR namens "Keine Festivalberichterstattung" anlässlich des Internationalen Film Festivals von Berlin 1991 realisiert.




RELATED FILMS



Comment